Ein hoher Grad der Erregung sorgt für eine hohe Blutzufuhr im Penis. Entsprechend schwillt auch das empfindlichste Teil, die Eichel, an. Und mit der Erregung und Blutzufuhr ist auch die Empfindlichkeit höher und schon gibt es Probleme. Besonders ärgerlich ist das beim Sex, wenn die Partnerin noch unbefriedigt, die Ladung aber schon verschossen ist.

Eine Kontrolle über den Samenerguss zu haben, ist also eine wünschenswerte Eigenschaft für viele Männer. Möglich ist das, erfordert aber auch ein wenig „Training“.

Üben durch Masturbieren

Bei der Selbstbefriedigung hast du die volle Kontrolle über deinen Samenerguss. Du kannst ohne Stress erspüren, wann der „Point of no Return“ erreicht ist und der Orgasmus unweigerlich kommt oder ab welchem Punkt du ihn noch zurückhalten kannst.
Das sind wichtige Informationen!

So lässt sich, mit etwas Erfahrung, ziemlich genau abschätzen wie du agieren musst, um nicht vorzeitig (oder eben zu früh), einen Orgasmus zu haben.

Das Beckenbodentraining

Hintern Mann
Beckenbodentraining wirkt auch bei Männern

An der Steuerung des Samenergusses sind hauptsächlich zwei Muskeln beteiligt: Der Schließ- und der Harnmuskel. Durch intensives trainieren der beiden Kollegen kann der Mann lernen die Ejakulation zu steuern.

Daür sollten beide Muskeln zwischen 30 und 40 mal hintereinander angespannt werden – und das mehrmals am Tag. Erfolge stellen sich hier leider nicht sofort ein, das Muskeltraining sollte konsequent über einen langen Zeitraum erfolgen. Genügend Körperkontrolle vorausgesetzt, kann so die Ejakulation quasi in einen bestimmten Zeitrahmen gelenkt werden. Das ist nicht jedem vergönnt, denn jeder Mensch ist anders.

Die Eichel desensiblisieren

Oben haben wir es schon erwähnt, die Eichel ist besonders berührungsintensiv. Wie kannst du deine Eichel also unempfindlicher gegenüber z.B. der Scheide einer Frau machen?

In unseren Breitengraden sind beschnittene Männer selten anzutreffen. Die Vorhaut umschließt also die Eichel und schützt sie vor Berührungen. Das ist eigentlich ganz praktisch, denn wer schon mal als „ungeübter“ mit zurückgezogener Vorhaut in der Unterhose rumläuft, empfindet das nicht immer als angenehm.

Dildo Eichel
Empfindlich, aber trainierbar: die Eichel

Doch genau hier ist der Trick und der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Beginne, die Vorhaut zurück zu ziehen und in diesem Zustand den Tag zu verbringen. Das kostet zunächst etwas Überwindung und muss zu Beginn auch nicht den ganzen Tag durchgezogen werden. Steigere die Zeiten einfach langsam und auch nur so, wie es dir nicht schmerzhaft wird.

Durch die dauernde Berührung mit der Kleidung wird die Eichel im Laufe der Zeit unsensibler und „härtet“ sozusagen ab. Hier ist nicht von einem Zeitraum von 1-2 Wochen die Rede, sondern eher um sechs und mehr Monate und es kommt nicht von heute auf morgen.

Vorteil: Auch aus hygienischen Gesichtspunkten hat das Tragen der blanken Eichel Vorteile. Wenn Sie nicht umschlossen ist, kann sich auch weniger Schmutz unter der Vorhaut sammeln bzw. bilden.

Zudrücken – die „Squeeze-Technik“

Die einfachste Methode den Samenerguss zu verzögern ist natürlich, rechtzeitig aufzuhören, innezuhalten und dann weiter zu machen. Ist es aber scheinbar fast zu spät, kann die sogenannte Squeeze-Technik helfen. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten.

1. Druck an der Einel-Rückseite ausüben

Bahnt sich der Orgasmus an, drücke mit dem Ring- und Zeigefinger fest gegen das Bändchen an der Rückseite der Eichel. Dadurch wird der Drang zum Orgasmus verringert. Wie lange gedrückt werden muss, ist unterschiedlich. 15 Sekunden gelten hier als Faustregel.
Vor der nächsten Stimulation ist noch eine weitere, kleine Pause empfehlenswert um nicht den „orgasmusnahen“ Zustand sofort wiederherzustellen.

2. Die Peniswurzel fest zusammendrücken

Eine andere Alternative ist das feste Umschließen der Peniswurzel mit der Hand. Hierdurch wird der Samenleiter verschlossen und ebenfalls der Orgasmus gehemmt. Dieser ist aber dennoch möglich, aber mit dieser Methode wird nicht ejakuliert – auch wenn der Penis alle Anstalten macht es durchziehen zu wollen.

Für beide Methoden gilt: Funktioniert nicht unbedingt immer zuverlässig und bei jedem!

Penisringe

Orgasmushemmender Penisring
Ein Penisring sorgt für einen Blutstau

Penisringe erfüllen gleich zwei Aufgaben. Sie sorgen durch die Platzierung an der Peniswurzel für deren zusammendrücken. Dadruch wird die Erektion verstärkt, der Penis wird durch die Blutstauung also härter. Gleichzeitig hemmt er auch den Orgasmusdrang, allerdings drücken Penisringe nicht so fest zu das eine Ejakulation vermieden werden kann.

Je nach Modell, lässt sich ein Penisring nicht nur um den Penis legen, sondern auch zusätzlich noch um den Hodensack ziehen. Dadurch wird der Effekt noch verstärkt.
Neben allem Spaß ist bei der Verwendung aber auch an die gesundheitlichen Aspekte zu denken, stundenlanges agieren mit einem angelegten Penisring ist nicht empehlenswert.

Cremes und Medikamente

Eine weitere Möglichkeit sind spezielle Medikamente oder betäubende Cremes. Eine gewisse Zeitspanne vor dem Sex muss der Penis mit der Creme eingerieben werden. Diese betäubt das Empfinden, was einerseits für einen „langen Ritt“ sorgt, andererseits aber eben nicht mehr so richtig fühlbar ist.
Besonders wichtig ist hier die Verwendung eines Kondoms, denn sonst erleidet die Partnerin das gleiche Schicksal.

Es gibt also durchaus wirkungsvolle Methoden, den Samenerguss zu verzögern. Nicht jede der hier aufgelisteten Tipps führt bei jedem zum Erfolg, denn jeder Mensch ist nun mal anders.
Letztlich ist aber auch eine Kombination der Tipps möglich, um den für dich perfekten Einstieg zu finden. Sprich mit deiner Partnerin über das Problem und löst es gemeinsam. Ein Orgasmus ist Kopfsache, lerne deinen Körper kennen und zu beherrschen – sie wird es dir danken.